Einleitung

Die im Jahr 1896 gegründete Hypo Group Alpe Adria zählt mit rund 380 Standorten in zwölf mittel- und südosteuropäischen Ländern zu den führenden Finanzinstituten im erweiterten Alpen-Adria-Raum. Die räumliche Ausdehnung der Bank erstreckt sich dabei von Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien über Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro und Deutschland bis nach Bulgarien, Mazedonien, Ungarn und die Ukraine. Mit rund 7.500 Mitarbeitern in den Kerngeschäftsbereichen per 30. Juni 2009 verfügt die Hypo Group Alpe Adria über ein länderübergreifendes Netzwerk an Finanzspezialisten, die insgesamt nahezu 1,3 Millionen Kunden betreuen.

 

Auch im herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld des ersten Halbjahres 2009 ist es der Hypo Group Alpe Adria gelungen, ihre starke Marktposition in den bearbeiteten Märkten weitgehend zu halten. Nach Jahren der expansiven Wachstumsstrategie fokussiert die Bank nunmehr auf die Konsolidierung des bestehenden Netzwerkes, wobei ein verstärkter Fokus auf der Verbesserung der Ergebnissituation durch die Straffung der Kostenstruktur sowie der Reduktion der Risikopositionen liegt. So wurde beispielsweise der bereits im Jahr 2007 eingeleitete Merger der beiden kroatischen Tochterbanken mit 1. März 2009 erfolgreich abgeschlossen. Durch diesen Schritt stärkt die Gruppe nicht nur ihre Marktposition in Kroatien, sondern hat auch effiziente Strukturen für die bessere Marktbearbeitung geschaffen. Im ersten Halbjahr 2009 hat die Gruppe zudem ein umfassendes Restrukturierungspaket verabschiedet, das insbesondere eine nachhaltige Senkung der Kosten sowie eine Re-Fokussierung des Zielmarktgebiets zum Inhalt hat. In diesem Zusammenhang konzentriert sich die strategische Ausrichtung der Bank auf eine Sicherung der bestehenden Marktpositionen in den Kernmärkten.

 

Im Zuge der Restrukturierung und Anpassung der internen Strukturen kam es in der Berichtsperiode auch zu einem Wechsel im Vorstandsbereich: So übernahm Franz Pinkl, zuletzt Vorstandsvorsitzender der österreichischen Volksbanken-AG, mit Wirkung 1. Juni 2009 den Vorstandsvorsitz der Hypo Group Alpe Adria. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Andreas Dörhöfer, der bereits seit Mai 2008 als Chief Risk Officer für die Bankengruppe tätig ist, bestellt. Weiters wurde mit Anton Knett ein ausgewiesener Osteuropa- und Restrukturierungsspezialist als Chief Operating Officer in den Vorstand berufen. Mit diesem Vorstandsteam, das über umfassende und langjährige Erfahrung in Österreich und Südosteuropa verfügt, hat die Bank die Weichen für eine effiziente und fokussierte Neuausrichtung der Hypo Group Alpe Adria gestellt.

 

Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten sowie die sich deutlich verschlechterten makroökonomischen Rahmenbedingungen zeigten auch ihre Auswirkungen auf das aktuelle Rating der Bank. So stufte die Ratingagentur Moody’s im Mai Bonitätsbeurteilungen für die Schulden der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, als Vertreter der Hypo Group Alpe Adria am internationalen Kapitalmarkt, herab. Die langfristigen Schulden wurden von A2 auf Baa1, die kurzfristigen Schulden von Prime-1 (P-1) auf Prime-2 (P-2) und die nachrangigen Schulden von A3 auf Baa2 heruntergesetzt. Im Juni erfolgte eine Herabstufung der Finanzstärke der Gruppe (Bank Financial Strength Rating – BFSR) von D– auf E+. Für staatsgarantierte Anleihen, welche von der Bank begeben werden, kündigte Moody’s jedoch das Höchstrating von Aaa an.

 

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte hat die Hypo Group Alpe Adria zur Stärkung der Liquiditätsbasis erfolgreich eine Benchmark-Anleihe mit Garantie der Republik Österreich begeben. Die Anleihe im Volumen von EUR 1 Mrd. und einer Laufzeit von vier Jahren war innerhalb kürzester Zeit um ein Vielfaches überzeichnet. Von dem Rahmen von EUR 1,35 Mrd. des Emissionsprogrammes stehen damit noch EUR 350 Mio. zur Verfügung. In der Struktur der Eigentümer der Hypo Group Alpe Adria hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 keine Änderung ergeben, sodass sich diese weiterhin wie folgt darstellt: