Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die internationale Wirtschaftkrise spitzte sich im ersten Halbjahr 2009 weiter zu und führte zu einem weltweit spürbaren Rückgang der Wirtschaftsleistung. So gehen Experten für das Gesamtjahr 2009 bereits von einem rückläufigen Bruttoinlandsprodukt für den gesamten OECD-Raum von 3,7 % aus. Die weltweite Wirtschaftskrise hatte zudem eine Abnahme des Außenhandels mit Rückgängen im zweistelligen Bereich zur Folge, die diese Entwicklung weiter beschleunigten. Obwohl in den meisten Industrienationen umfangreiche Fiskalpakete geschnürt wurden, konnte der Einbruch der Wirtschaftsleistung in der Berichtsperiode nicht aufgehalten werden – eine Stabilisierung der Lage in den Industrienationen wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 erwartet. Während im ersten Quartal 2009 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum von 2,5 % verzeichnet wurde, gehen Experten für das Gesamtjahr von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Bandbreite von 4,1 bis 5,1 % aus. Die österreichische Wirtschaft soll gemäß der Prognose des WIFO im Geschäftsjahr 2009 um 3,4 % schrumpfen. Eine ähnliche Entwicklung zeigen die weiteren Staaten des EU-Raums, in denen die Hypo Group Alpe Adria aktiv ist: So wird für Deutschland im Jahr 2009 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 5,4 % prognostiziert; für Italien von 4,4 %. Während für Slowenien ein moderater Rückgang von 3,4 % angenommen wird, ist die Wirtschaftskrise am ungarischen Markt mit einem Minus von 6,3 % stärker spürbar. Experten sind zuversichtlich, dass damit die Bodenbildung im zweiten Halbjahr 2009 erreicht werden könnte: Dafür sprechen die umfangreichen wirtschaftspolitischen Stabilisierungsbemühungen sowie die Erholung der internationalen Finanz- und Aktienmärkte im ersten Halbjahr.

 

Während bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine nachhaltige Erholung des westeuropäischen Raums erwartet wird, gehen Experten von einer länger anhaltenden Dämpfung der Wirtschaftsleistung im CEE- und SEE-Raum aus. Dies ist einerseits auf das verzögerte Eintreffen der Wirtschaftkrise, aber auch auf die weniger umfangreichen Stabilisierungsmaßnahmen der einzelnen Staaten zurückzuführen. Während der CEE- und SEE-Raum aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses in den vergangenen Jahren weit stärker als Resteuropa wuchs, zeigt diese Region nunmehr eine deutliche Verringerung des Wachstumsdifferentials gegenüber dem Euro-Raum. Verstärkend wirken hierbei die drastischen Einbrüche in der Industrieproduktion sowie die Abwertung einiger Währungen, was die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte weiter schmälert. Generell gehen Experten für den Raum CEE von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,7 % im Jahr 2009 aus, wobei die einzelnen Staaten aufgrund der Inhomogenität dieses Raumes in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein werden.