Im Überblick

Gegründet 1896, ist die Hypo Group Alpe Adria heute mit ihren beiden großen Geschäftsbereichen – Bank und Leasing – grenzüberschreitend in den Ländern der erweiterten Alpen-Adria-Region tätig. Mit über 7.500 Mitarbeitern im Kerngeschäftsbereich an mehr als 380 Standorten in Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Deutschland, Bulgarien, Mazedonien, Ungarn und der Ukraine zählt sie zu den führenden Finanzkonzernen der Region. Das flächendeckende Netzwerk der Hypo Group Alpe Adria sichert den über 1,3 Mio. Kunden eine bestmögliche Betreuung – wobei Kundennähe und eine hohe Servicequalität im Mittelpunkt stehen.


Im Zuge der klar fokussierten Alpen-Adria-Strategie hat sich das Finanzinstitut nach Jahren des kontrollierten Wachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Konsolidierung des bestehenden Netzwerkes konzentriert. Gleichzeitig ist es aber auch gelungen, die internen Strukturen und Abläufe den steigenden Anforderungen entsprechend weiter zu verbessern und die Risiken der Hypo Group Alpe Adria im Sinne ihrer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit anzupassen.


Die im Jahr 2008 vorherrschenden schwierigen Bedingungen auf den internationalen Finanzmärkten mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft beeinflussten auch die wirtschaftliche Entwicklung der Hypo Group Alpe Adria, die bestehende Risiken bereinigen und Vorsorge für weitere Risikominimierung treffen musste.


Eine im vierten Quartal durchgeführte Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 700 Mio., an der sich neben der BayernLB mit einem Anteil von rund EUR 699,9 Mio. auch die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung mit rund EUR 0,1 Mio. beteiligte, diente der Stärkung der Eigenkapitalausstattung.


Weiters hat der Vorstand der Bank im Dezember 2008 nach Einholung der entsprechenden Gremialbeschlüsse das staatliche Maßnahmenpaket (BGBl I 136/2008) in Anspruch genommen und Partizipationskapital begeben. Gemäß der mit der Republik Österreich abgeschlossenen Grundsatzvereinbarung zur Zeichnung von Partizipationskapital, den Partizipationsscheinbedingungen und der Zeichnungsvereinbarung vom 29. Dezember 2008 zeichnete die Republik Österreich 18.000 Partizipationsscheine zu einem Nennbetrag von je EUR 50.000,00 und somit Partizipationskapital im Gesamtbetrag von EUR 900 Mio.

 

Durch diese beiden Kapitalmaßnahmen verfügt die Hypo Group Alpe Adria mit einer Kernkapitalquote von 8,3 % und einer Gesamteigenmittelquote von 11,9 % zum Stichtag 31. Dezember 2008 über eine durchaus solide Eigenmittelausstattung.


Nach Abschluss der beiden Kapitalmaßnahmen sowie weiteren Anteilsverlagerungen hielt die Bayerische Landesbank (BayernLB) zum Stichtag 31. Dezember 2008 67,08 % des Grundkapitals. 20,48 % der Anteile standen im Besitz der BVG Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH (GRAWE-Gruppe [Grazer Wechselseitige Versicherung AG]). Weitere 12,42 % hielt die Landes- und Hypothekenbank-Holding (Kärntner Landesholding) und 0,02 % die Hypo Alpe Adria Mitarbeiter Privatstiftung (Mitarbeiter Privatstiftung).

Hand in Hand mit der Restrukturierung und Neuaufstellung der Hypo Group Alpe Adria kam es auch zu entscheidenden Weichenstellungen im Aufsichtsrat und im Vorstand der Bankengruppe. So wurde der Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Dr. Michael Kemmer, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG gewählt. In seiner Sitzung vom 30. April 2008 hat der Aufsichtsrat die beiden Herren DI Božidar Špan, zuvor Vorstandsvorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank d.d., Slowenien, sowie Dipl. Kfm. Andreas Dörhöfer, zuvor Bereichsleiter Risk Office Corporates and Financial Institutions der BayernLB, neu in den Vorstand berufen. Mit DI Božidar Špan, der seit 1. Juni 2008 die Bereiche Corporate und Leasing verantwortet, wurde entsprechend der zunehmenden Bedeutung der internationalen Märkte für die Bank erstmals in der Geschichte der Hypo Group Alpe Adria ein Vorstand aus einem Hypo-Land in den Konzernvorstand berufen. Dipl. Kfm. Andreas Dörhöfer zeichnet seit 1. Mai 2008 für die Bereiche Risk Management und Workout verantwortlich. Josef Kircher, zuletzt im Konzernvorstand der Bank für die Bereiche Corporate und Leasing verantwortlich, ist auf eigenen Wunsch mit 31. Mai 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden. Ebenfalls ausgeschieden ist Thomas Morgl, MBA, zuletzt zuständig für die Bereiche Retail, IT/Organisation und Settlement, der seine Vorstandsfunktion im Dezember 2008 zurückgelegt hat. Die von ihm ausgeübten Funktionen sind mit Anfang Januar 2009 auf die verbliebenen Vorstände übergegangen.


Die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, als Vertreter der Hypo Group Alpe Adria am internationalen Kapitalmarkt, weist ein ungarantiertes Long-Term-Rating von A2 sowie ein garantiertes Long-Term-Rating von Aa2, ein BFSR (Bank Financial Strength Rating = Finanzkraftrating) von D- sowie ein Aaa-Pfandbriefrating auf. Am 11. November 2008 hat die Ratingagentur Moody’s das ungarantierte Long-Term-Rating A2 und das kurzfristige Rating von P-1 sowie das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten (A3) und preference stock rating (Baa2) auf Beobachtung für ein mögliches Downgrade gestellt.