Group Investment Banking

Der Bereich Investment Banking der Hypo Group Alpe Adria umfasst nach der Neustrukturierung Ende 2007 die Geschäftsfelder Asset Management, Brokerage, Corporate Finance, Research und Treasury Sales. Die Hypo Group Alpe Adria kann dabei als einzige Investment-Banking-Einheit im südosteuropäischen Raum auf ein eigenes Vertriebsnetz in der Region sowie auf hoch spezialisierte Teams vor Ort zurückgreifen.


Das Jahr 2008 war nach der Umstrukturierung das erste volle Geschäftsjahr für die Organisationseinheit Investment Banking in seiner derzeitigen Form. Bedingt durch das schwierige Marktumfeld hatte der Bereich das ganze Jahr über mit den herausfordernden Rahmenbedingungen zu kämpfen. Dennoch gelang es, in Summe einen zufrieden stellenden Ergebnisbeitrag zu leisten. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Entscheidung, schon mit Jahresbeginn 2008 das Eigengeschäft so weit als möglich zu reduzieren und den
Fokus auf das ertragreiche Kundengeschäft zu legen. So konnten die meisten Abteilungen das Geschäftsfeld erfolgreich abschließen und der Bereich Group Investment Banking konnte mit einer vollen Deal-Pipeline in das Jahr 2009 starten.


Im Mittelpunkt der Aktivitäten dieser neuen Einheit lag im Jahr 2008 der Aufbau einer funktionierenden und effizienten Struktur, die Implementierung der Investment- Banking-Strategie sowie der Aufbau einer soliden Basis für das zukünftige Geschäft.


Das Vertriebsnetz, ein wichtiges Asset der Hypo Group Alpe Adria, konnte 2008 erfolgreich genutzt werden: In fast allen Niederlassungen mit bestehenden Investment-Banking-Einheiten wurde die Anzahl der Mitarbeiter erhöht. Dabei nutzte die Hypo Group Alpe Adria insbesondere auch ihre Kompetenz im Bereich Research und baute sehr rasch flächendeckend ein hoch qualifiziertes Team auf, das die Asset-Klassen Fixed Income und Equity abdeckt und wesentliche makro- und mikroökonomische Beiträge für die Publikationen des Hauses erstellt.


Auf Kundenseite war im Berichtszeitraum ein klarer Trend von risikoreichen Produkten hin zu risikoärmeren bzw. risikoaversen Veranlagungsformen zu erkennen. Dies hat der Bereich rechtzeitig erkannt und sein Produktportfolio entsprechend erweitert.

 

Treasury Sales

Der Fokus im Bereich Treasury Sales lag im Berichtszeitraum auf Maßnahmen zur Abfederung des Zins- und Währungsrisikos vor allem bei Corporate-Kunden. In Kooperation mit den Kundenbetreuern wurden Kundenveranstaltungen organisiert und der Einsatz von Treasury Sales-Produkten erläutert. Dem Bereich Treasury Sales wird angesichts der anhaltenden schwierigen Situation auf den Finanzmärkten auch 2009 eine wesentliche Bedeutung zukommen, der Schwerpunkt Risikoabsicherung für Zins- und Währungsrisiken bei Corporate-Kunden wird fortgesetzt werden.

 

Asset Management

Der Bereich Asset Management war 2008 gekennzeichnet von der Harmonisierung der internen Aktivitäten. Mittlerweile ist die Hypo Group Alpe Adria neben Österreich in Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien tätig. Der Schwerpunkt lag darüber hinaus darauf, die Vermögensverwaltung und die Verwaltung der Spezialmandate unter den vorgegebenen negativen Rahmenbedingungen so weit als möglich positiv zu gestalten.

 

Brokerage

Als einziges Finanzinstitut in Südosteuropa verfügt die Hypo Group Alpe Adria über konzernweit verbundene Brokereinheiten und kann damit grenzüberschreitend als Wertpapier-Broker agieren. Im Geschäftsjahr 2008 konzentrierte sich das Geschäftsfeld maßgeblich auf die Entwicklung zweier Projekte, deren Implementierung für 2009 geplant ist: Diese konzernweiten Projekte beinhalten die Automatisierung der Orderaufgabe und -abwicklung sowie generelle Effizienzsteigerungen auf Custody-Seite. Durch ein einheitliches Orderroutingsystem im gesamten Konzern werden zukünftig potenzielle Fehlerquellen eliminiert sowie Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen erzielt. Nach der Implementierung können die Kunden erstmals auch auf die Aktien- und Bondmärkte in Südosteuropa deutlich schneller zugreifen. Nach erfolgreicher Projektumsetzung will sich die Hypo Group Alpe Adria als treibende Kraft in Sachen Brokerage und Custody in Südosteuropa positionieren.

 

Corporate Finance

Fokussiert auf den An- und Verkauf von Unternehmensanteilen, Firmenübernahmen, Privatisierungen, Kapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen oder Aktienblocktransaktionen sowie Beratungsdienstleistungen im Rahmen von strategischen Beteiligungen oder Joint Ventures waren die Aktionsmöglichkeiten des Geschäftsfeldes Corporate Finance im Jahr 2008 durch die Auswirkungen der Finanzmarktkrise deutlich eingeschränkt. Mangelnde Liquidität der Marktteilnehmer und damit einhergehend das Fehlen von Finanzierungsmöglichkeiten verhinderten oftmals geplante Anteilsverkäufe. Dennoch konnte das noch junge Geschäftsfeld einige Transaktionen erfolgreich abwickeln. Eine volle Deal-Pipeline für das Jahr bestätigt zwar, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, mangels Liquidität muss aber für die Umsetzung dieser Deals nun der richtige Zeitpunkt abgewartet werden.

 

Research

Die Research-Abteilung setzt sich aus einem langjährig etablierten Experten-Team in Zagreb und kleineren Teams in den einzelnen Ländern zusammen, die über lokale Informationen verfügen, diese aufbereiten und die Ergebnisse dem Experten-Team rasch und unbürokratisch zur Verfügung stellen. Die ersten Research-Berichte und Marktanalysen kamen im Jahr 2008 bereits innerhalb der Hypo Group Alpe Adria zum Einsatz. Im Laufe des ersten Quartals werden die Berichte dann auch veröffentlicht und damit für Kunden abrufbar sein. Die Hypo Group Alpe Adria möchte sich auch auf der Research- und Analystenseite als Spezialist für den erweiterten SEE-Raum positionieren und konnte im Berichtszeitraum in allen Ländern entsprechendes
Know-how aufbauen.