Geschäftsentwicklung
Der Markteintritt der Hypo Group Alpe Adria erfolgt üblicherweise mit der Gründung von Leasing-Gesellschaften, die als solide Basis die Grundlage für die weitere Expansion – auch im Bankgeschäft bildet – und das Wachstum für beide Segmente sicherstellt. In allen Märkten nimmt die Hypo Group Alpe Adria dabei eine führende Position ein und ist mit den jeweiligen Gesellschaften vor Ort gut aufgestellt. Die Hypo Group Alpe Adria hat mit 81 Standorten ein dichtes Netzwerk in der Alpen-Adria-Region und konnte die Leasing-Märkte in den Ländern mit Kontinuität und Nachhaltigkeit aufbauen. Mit über 1.100 Mitarbeitern steht sie in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Deutschland, Italien, Montenegro, Ungarn, Bulgarien, Mazedonien und der Ukraine ihren mehr als 83.000 Kunden als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. 57 % der Kunden kommen aus der Europäischen Union, 41 % aus dem südosteuropäischen Raum und 2 % aus OECD-Ländern und anderen.
Geprägt war das abgelaufene Geschäftsjahr von einer weltweiten Abschwächung der Immobilienwerte, was zu entsprechend vorsichtigen Bewertungen und der Bildung von Risikovorsorgen geführt hat. Zum Teil wurden auch bestehende Assets einer Verwertung zugeführt. Die allgemein schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die damit verbundene beschränkte Liquidität war auch im Leasing-Bereich zu spüren – eine sehr selektive Auslese der Finanzierungsprojekte sowie verschärfte Vergabekriterien und erhöhte Refinanzierungskosten waren die Folge. Um dem erhöhten Risiko Rechnung zu tragen, wurden auch im Segment Leasing einige Projekte zur Optimierung des Risikomanagements aufgesetzt. Weiters wurden ab Herbst 2008 aufgrund der Volatilität der Währungen Finanzierungen in Schweizer Franken nicht mehr abgewickelt.
Nach einer starken Akquisitionsphase in den Jahren zuvor stand das abgelaufene Geschäftsjahr ganz im Zeichen der Konsolidierung der bestehenden Märkte. In diesem Zusammenhang wurde das Vertriebsnetz durch die Eröffnung neuer Niederlassungen –vornehmlich in städtischen Ballungszent-ren – weiter verdichtet. Die ukrainische Tochtergesellschaft bilanzierte nach ihrer Gründung zu Jahresende 2007 über ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr. Trotz der sehr schwierigen Marktbedingungen konnte sie eine zufrieden stellende Entwicklung verbuchen und sich auf Anhieb unter den Top-3-Playern des Landes positionieren.
Die Implementierung einer neuen Core-Leasing-Applikation auf Basis Oracle 2007 in Kroatien, Bulgarien und Mazedonien zeigte 2008 erhebliche Verbesserungen im Workflow. In diesen Ländern steht nun ein voll integriertes Leasing-System mit ERP (Ressourcenplanung) und CRM (Kundenbeziehungsmanagement) zur Verfügung, an dessen Weiterentwicklung insbesondere hinsichtlich Funktionalitätserweiterung auch 2008 intensiv und mit Unterstützung der Länder gearbeitet wurde. Das Roll-out auf andere Ländergesellschaften soll nach Abschluss der Funktionalitätserweiterung in den nächsten Jahren erfolgen.
Im serbischen Markt resultierte der Anstieg des Neufinanzierungsvolumens aus einer positiven Entwicklung aller Bereiche der beiden dort ansässigen Tochtergesellschaften. Die enge Zusammenarbeit mit den größten Autohändlern der Region trug hier maßgeblich zu den Steigerungsraten im Kfz-Leasing bei. Auch die Position als Partner der serbischen Wirtschaft konnte 2008 erfreulicherweise weiter gestärkt werden: So kommen der Hypo Alpe-Adria-Leasing d.o.o., Beograd durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte Vertragsunterzeichnung mit der Europäischen Investmentbank liquide Mittel im Wert von EUR 50 Mio. für Projektfinanzierungen zugute.
Die montenegrinische Tochtergesellschaft Hypo Alpe-Adria-Leasing d.o.o. Podgorica erhöhte ihr Neufinanzierungsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 97,1 Mio., vor allem der Bereich Mobilien-Leasing für die Industrie zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein stabiles Wachstum. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ist in naher Zukunft voraussichtlich von einer verstärkten Nachfrage nach Finanzierungslösungen für den Straßenbau, die Wasserversorgung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes auszugehen. Für den Bereich der Privatkunden ist hingegen mit einer ähnlich positiven Entwicklung beim Kfz- und Immobilien-Leasing zu rechnen.
