Brief des Vorstandsvorsitzenden
Sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,
sehr geehrte Aktionäre,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
eine gesunde Basis schaffen, als Fundament für einen neuen Aufbruch in die Zukunft, war der Leitgedanke unseres Geschäftsberichtes 2007, ebenso wie die Zielsetzung für das laufende Jahr. Nach dem ersten Halbjahr können wir erkennen, welche Berechtigung diese Formel für uns hat und wie richtig es war, sich im Zuge der Neuausrichtung unserer Bank auf Umfeldbedingungen einzurichten, wie sie unsere Branche in so mancher Facette noch kaum erlebt hat.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, jede Führungskraft, haben erneut erstklassigen Einsatz gezeigt und sich unseren Herausforderungen gestellt. Sie mussten unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden, die die Finanzmärkte, der Wettbewerb ebenso wie die internen Zielsetzungen verlangten:
- die Bank trotz der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise weiterzuentwickeln und negative Effekte zu absorbieren,
- die Strukturen und Abläufe auf international akzeptiertes Niveau zu bringen sowie die Risiken anzupassen,
- weiteres Wachstum aufzubauen und unsere Kunden umfassend und zu ihrer Zufriedenheit zu betreuen.
Stellt jedes dieser Themenfelder an sich bereits ein eigenes Bündel an Herausforderungen dar, sind im laufenden Jahr alle Aspekte gleichzeitig und in Kombination zu bewältigen. Dieser Herausforderung haben wir uns bis dato nicht ohne Erfolg gestellt, im Gegenteil.
Im operativen Kundengeschäft waren wir im ersten Halbjahr erfolgreich, wir haben unsere Positionen in wichtigen Märkten ausgebaut und befinden uns auf einem guten Weg. Wir konnten damit unter Beweis stellen, wie eng unsere Kunden uns verbunden sind und wie sehr sie auch die Neuausrichtung begleiten.
Die im zurückliegenden Jahr begonnene Partnerschaft mit der BayernLB konnte ausgebaut werden. Es wurden gemeinsame Produkte am Markt etabliert und aussichtsreiche Geschäftsverbindungen hergestellt.
Größte Aufmerksamkeit galt daneben der internen Festigung unserer Gruppe und der Risikoreduktion. Hier haben wir den Kurs der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit ebenso wie die systematische Eliminierung unangemessener Risiken fortgesetzt, was sich in einem negativen Halbjahresergebnis dokumentiert. Wir erachten diese Konsequenz als notwendig und sehen die zu bewältigende Durststrecke als unangenehm, aber überschaubar an.
Für die zweite Jahreshälfte werden wir diesen Kurs fortsetzen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Finanzkrise ihr Ende bereits erreicht hat, und wir sind darauf eingestellt, dass auch die zweite Jahreshälfte von unerwarteten Herausforderungen geprägt sein kann. Umso vorsichtiger werden wir handeln und umso straffer halten wir die Zügel in der Hand. Wir sehen jedoch auch die Chancen, die stürmische Zeiten bieten. Bei aller Konzentration auf die Herstellung interner Festigkeit werden wir die sich uns bietenden Chancen erkennen und ergreifen. Denn es ist eine Tatsache, dass die besonderen Märkte unserer Bank trotz wirtschaftlich bewegter und sicher auch unsicherer Zeiten dynamisch wachsen. Insofern gehen wir davon aus, dass das Gesamtjahr 2008 ein weiterhin herausforderndes, aber zugleich wichtiges und auch chancenreiches Jahr für unsere Bank werden kann. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, trotz aller erschwerten Bedingungen, im Zusammenwirken mit unseren Kunden daraus ein gutes Jahr zu machen.
In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz. Dank gebührt auch unseren über 1,2 Millionen Kunden sowie unseren Geschäftspartnern und Aktionären, die uns ihr Vertrauen entgegenbringen und uns in unserer täglichen Arbeit motivieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Tilo Berlin
Vorsitzender des Vorstandes der
HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG
