Österreich
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Österreich befindet sich auf hohem Wohlstandsniveau in einer Phase anhaltender wirtschaftlicher Dynamik. Das Wirtschaftswachstum hat sich von 2,6 % im Jahr 2005 im Vorjahr auf 3,3 % erhöht. Auch wenn sich ab 2007 das Wachstum etwas abschwächen wird, soll nach Prognosen die Wachstumsrate über dem Durchschnitt der Euro- Zone liegen. Weiterhin treiben die Exporte, aber auch die gute Entwicklung der Bauwirtschaft die Konjunktur an. Der steigende Außenwert des Euro gegenüber dem US-Dollar verteuerte zwar die Ausfuhren in den Dollarraum, wirkte sich aber in der Statistik nicht negativ aus. Die Investitionen steigen kontinuierlich weiter, viele Unternehmen haben aufgrund erfolgreicher Exportgeschäfte ihre Produktionskapazitäten ausgeweitet. Mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,2 % im Jahresschnitt 2005 auf 4,8 % im Jahr 2006 hat sich die Arbeitsmarktlage sehr zufrieden stellend entwickelt. Darauf deuteten auch ein steigendes Konsumenten- und Einzelhandelsvertrauen sowie die niedrige Inflation von 1,5 % im Jahr 2006 hin. Trotz der guten Konjunktur und des kräftigen Beschäftigungswachstums ist vom privaten Konsum wegen des mäßigen Lohnanstiegs keine Beschleunigung des Wachstums zu erwarten. Durch die gute Konjunktur stiegen die Steuereinnahmen, das gesamtstaatliche Defizit soll laut Maastricht für 2006 schließlich 1,2 % des BIP erreichen.



