Druckversion
Schriftgröße

Segment Serbien

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der serbischen Wirtschaft hat sich im Jahr 2006 auf 5,8 % gegenüber 6,5 % im Vorjahr leicht abgeschwächt. Am meisten vom Wirtschaftswachstum profitierten die Transport- und die Bauwirtschaft sowie der Finanzdienstleistungssektor, während andere Sektoren nur geringfügig wuchsen. Die Löhne und Gehälter – und damit auch das Steueraufkommen – stiegen im Vorjahr real um 11,2 %, gleichzeitig sank die Anzahl der Beschäftigten um 1,3 %. Die Exporte Serbiens stiegen um 43,3 % auf USD 6,4 Mrd. Die Importe überstiegen mit USD 6,7 Mrd. die Exporte deutlich, was vor allem auf die hohen Preise für Energie- und Metallimporte und einen generell angestiegenen Konsum im Land zurückzuführen ist.
      Die Inflation verringerte sich nach 17,7 % im Jahr 2005 rapide auf 6,6 % im Gesamtjahr 2006 und hat sich somit besser als die offizielle Prognose entwickelt. Dies ist vor allem auf die restriktive Geldpolitik der Serbischen Nationalbank zurückzuführen: Durch ihren Rückzug von den Devisenmärkten und eine Erhöhung der Mindestreserven konnte sie das Kreditwachstum eindämmen.
      Der serbische Bankenmarkt war auch im Jahr 2006 von starken Veränderungen geprägt. So wurde der Privatisierungsprozess weiter fortgesetzt, dabei wurden zehn serbische Banken privatisiert. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 36 Banken am Markt tätig, davon 23 ausländische Institute. Die zehn größten Banken dominierten den Markt mit einem Marktanteil von knapp 68 %.
      Die Hypo Group Alpe Adria ist in Serbien mit einer Bank und zwei Leasing-Gesellschaften vertreten.