Segment Slowenien
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weiterhin hohe private Nachfrage, lokale Investitionen sowie Infrastrukturinvestitionen und Exporte resultierten in Slowenien in einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % im Jahr 2006, das damit sämtliche Erwartungen übertroffen hat. Mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 4,3 % im Jahr 2007 liegt Slowenien mit seiner Wirtschaftsleistung pro Kopf mittlerweile deutlich vor den anderen Ländern, die 2004 der EU beigetreten sind, und hat auch Portugal eingeholt. Die Inflation, die im Vorjahr bei 2,8 % lag, soll in den nächsten Jahren leicht sinken. Die Arbeitslosenrate ist mit 6,4 % im Jahresschnitt 2006 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen.
Die Einführung des Euro mit Jahresbeginn 2007 ist das Ergebnis einer soliden Wirtschaftspolitik. Als wirtschaftliches Hauptproblem des Landes ist das starke West- Ost-Gefälle anzusehen: In Laibach und der Umgebung der Hauptstadt sowie an der Küste herrscht Arbeitskräfteknappheit, im östlichen, strukturschwächeren Landesteil ist die Arbeitslosigkeit relativ hoch. Ein Problem für Investoren wie auch für die Wirtschaft im Land ist die Überlastung der Justiz, was zu sehr langwierigen Gerichtsverfahren führt.
Im Bankensektor setzte sich der Konzentrationsprozess im vergangenen Jahr weiter fort. Von insgesamt 21 am Markt tätigen Banken hielten die sechs größten über 70 % der gesamten Bilanzsumme. Den Markt teilen sich ausländische Banken zu 22,7 %, kleinere inländische Banken zu 10,3 % und große heimische Banken zu 67 %. Davon kontrollieren die beiden größten heimischen Banken über 40 % des Marktes. Obschon die Bankendichte in Slowenien bei 99 % liegt, zeigt sich für den Darlehensbereich enormes Potenzial.
Im gut entwickelten slowenischen Leasingmarkt sind derzeit 19 Gesellschaften aktiv, viele davon sind Tochterunternehmen ausländischer Finanzinstitute. Die zehn größten Leasingunternehmen kontrollieren dabei mehr als 92 % des Marktes, wobei eine Verschärfung des Wettbewerbs unter den Markteilnehmern zu erkennen ist. Generell ist Leasing ein wichtiges Finanzierungsinstrument für slowenische Unternehmen, die bereits mehr als ein Drittel ihres langfristigen Finanzierungsbedarfs über Leasingfinanzierungen abdecken. Sowohl bei Fahrzeugen als auch bei Immobilien kam es im Jahr 2006 zu Steigerungen von mehr als einem Fünftel, was sich im laufenden Jahr jedoch abschwächen soll.
Die Hypo Group Alpe Adria unterhält in Slowenien die Universalbank Hypo Alpe-Adria-Bank d.d. und die Hypo Leasing d.o.o.



