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Segment Italien

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einigen Jahren der Stagnation ist das BIP Italiens im Vorjahr um 1,8 % gestiegen. Träger des Aufschwungs waren die Binnennachfrage, insbesondere die Konsumausgaben der privaten Haushalte, aber auch der Immobilien- und Finanzdienstleistungssektor. Bei einer stabilen Inflationsrate von ca. 2 % erhöhten sich die Investitionen der Unternehmen sogar um 3,1 %. Die Arbeitslosigkeit ist im Verlauf des Jahres 2006 von 7,7 % im Jahr 2005 auf 6,9 % gesunken. Gleichzeitig wurde ein Höchststand der Erwerbsquote mit erstmals mehr als 23 Mio. Beschäftigten (58,9 %) verzeichnet. Für 2007 wird ein etwas verlangsamtes BIP-Wachstum von 1,5 % erwartet.
      Die langfristigen Wachstumsaussichten für die italienische Wirtschaft sind auch von der Stabilisierung der Staatsverschuldung abhängig. Nach dem Sieg des Linksbündnisses bei den Wahlen im April 2006 liegt nun ein Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik auf der Sanierung der Staatsfinanzen und der Erfüllung der Maastricht- Kriterien. Die Reform der Besteuerung von Immobilien wirkt sich auch auf Leasinggesellschaften aus, vor allem im Bereich der privaten Wohnimmobilien.
      Der Konzentrationsprozess im italienischen Bankensektor setzte sich auch im Jahr 2006 mit zahlreichen Übernahmen weiter fort. So fusionierten beispielsweise die größte Bank Italiens, Banca Intesa, mit der Nummer drei am Markt, der San Paolo Imi. Darüber hinaus haben einige gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen den italienischen Bankenmarkt für ausländische Konkurrenten und Mitanbieter attraktiver gemacht.
      Auch der Leasing-Sektor ist durch einen Konzentrationsprozess geprägt. Von den insgesamt 76 Leasing-Gesellschaften in Italien decken die führenden 15, die mehrheitlich im Besitz von Bankengruppen stehen, 75 % des gesamten Leasing-Marktes ab. Das Leasing von Booten, Yachten und Schiffen konnte im Jahr 2006 wieder zweistellige Wachstumsraten verzeichnen, vor allem bei größeren Einheiten. Zahlreiche italienische Leasing-Gesellschaften eröffneten Niederlassungen im Ausland, speziell in Osteuropa, und gingen Kooperationen mit Schiffsbauunternehmen ein. Für 2007 wird in diesem Markt durch den stärkeren Wettbewerb ein Sinken der Margen erwartet. Die Hypo Group Alpe Adria ist in Italien mit der Hypo Alpe- Adria-Bank S.p.A., die klassisches Bank- und Leasinggeschäft anbietet, sowie mit der ausschließlich auf Schiffsleasing spezialisierten Hypo Alpe-Adria-Leasing S.r.l. »Hypo Boat« vertreten.