Segment Österreich
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die österreichische Wirtschaft ist aufgrund ihrer starken internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen traditionell in hohem Maße von der Entwicklung der internationalen Wirtschaft abhängig. In der Eurozone mehrten sich ab dem zweiten Halbjahr 2006 die Anzeichen für einen Wirtschaftsaufschwung, der vor allem von ansteigenden Investitionen der Industrie sowie von erhöhten Exporten getrieben wurde. Wirtschaftsforscher rechnen mit einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2006 von voraussichtlich 2,1 % für den gesamten Euroraum. Deutlich besser entwickelte sich die Wirtschaft in Österreich, die 2006 vom allgemeinen Konjunkturaufschwung in Europa profitierte und getrieben durch die Exporte, aber auch durch die gute Entwicklung der Bauwirtschaft ein Wirtschaftswachstum von 3,3 % nach 2,6 % im Jahr 2005 aufwies. Auch wenn sich ab 2007 das Wachstum etwas abschwächen wird, soll nach Prognosen die Wachstumsrate über dem Durchschnitt der Eurozone liegen. Weiterhin treiben die Exporte, aber auch die gute Entwicklung der Bauwirtschaft, die Konjunktur. Der steigende Außenwert des Euro gegenüber dem US-Dollar verteuerte zwar die Ausfuhren in den Dollarraum, wirkte sich aber in der Statistik nicht negativ aus. Die Investitionen steigen kontinuierlich weiter, viele Unternehmen haben aufgrund von erfolgreichen Exportgeschäften ihre Produktionskapazitäten ausgeweitet. Mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,2 % im Jahresschnitt 2005 auf 4,8 % im Jahr 2006 hat sich die Arbeitsmarktlage sehr zufrieden stellend entwickelt. Darauf deuteten auch ein steigendes Konsumenten- und Einzelhandelsvertrauen sowie die niedrige Inflation von 1,5 % im Jahr 2006 hin.



