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Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Getrieben von einem starken Wachstum in Asien, insbesondere in China, zeigte sich die Weltwirtschaft im abgelaufenen Jahr insgesamt weiterhin in guter Verfassung, wenn auch die einzelnen Regionen höchst unterschiedliche Entwicklungstendenzen aufwiesen. So entwickelten sich auch die elf Märkte, in denen die Hypo Group Alpe Adria im Jahr 2006 tätig war, relativ unterschiedlich, in Summe betrachtet jedoch positiv. Insgesamt hielt in der Eurozone die eher verhaltene Entwicklung der Vergangenheit noch im ersten Halbjahr 2006 an, während sich ab dem Sommer die Anzeichen für einen Wirtschaftsaufschwung mehrten, der vor allem durch ansteigende Investitionen der Industrie sowie durch erhöhte Exporte forciert wurde. Wirtschaftsforscher rechnen für das Jahr 2006 mit einem Wirtschaftswachstum von voraussichtlich 2,1 % für den gesamten Euroraum. Deutlich besser entwickelte sich die Wirtschaft in Österreich, die 2006 vom allgemeinen Konjunkturaufschwung in Europa profitierte und, gestützt durch steigende Exporte und eine gute Entwicklung der Bauwirtschaft, ein Wirtschaftswachstum von 3,3 % nach 2,6 % im Jahr 2005 aufwies. Nach einigen Jahren der Stagnation ist auch die Wirtschaftsleistung Italiens im Jahr 2006 wieder gestiegen, lag aber mit 1,8 % deutlich unter dem EU-Schnitt. Träger des Aufschwungs waren die Binnennachfrage, insbesondere die Konsumausgaben der privaten Haushalte, aber auch der Immobilien- und Finanzdienstleistungssektor. In Slowenien führten die weiterhin hohe private Nachfrage, lokale Investitionen sowie Infrastrukturinvestitionen und Exporte zu einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % im Jahr 2006. In Kroatien setzte sich der nachhaltige Aufwärtstrend im Jahr 2006 fort: unter anderem zeigten die Exporte, die Tourismusbranche und die Bauwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten. Rege Investitionen, eine gestiegene Industrieproduktion und die Konsumausgaben privater Haushalte führten zu einem geschätzten Wirtschaftswachstum in Kroatien von 4,9 %. Auch in Bosnien und Herzegowina legte das Wirtschaftswachstum deutlich zu, was sich auch in einer Verbesserung der wichtigsten Kennzahlen widerspiegelt. Eine verbesserte Steuerdisziplin und ein Rückgang der Schattenwirtschaft resultierten in einer Belebung des Marktes, führten aber auch zu einer Erhöhung der Inflation. Mit 6,5 % hatte auch die serbische Wirtschaft erneut ein deutliches Wachstum zu verzeichnen, wobei die Transport- und die Bauwirtschaft sowie der Finanzdienstleistungssektor davon am meisten profitierten. Im Rahmen der generellen konjunkturellen Erholung in Europa zeichnete sich – nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung Anfang des Jahrzehnts – in Liechtenstein auch wieder ein leichter Anstieg des privaten Konsums ab. In Deutschland veröffentlichte das Statistische Bundesamt in seinen vorläufigen Ergebnissen ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % für das Jahr 2006 nach nur 0,9 % im Jahr 2005. Der neue Staat Montenegro strebt nach der Unabhängigkeitserklärung im Juni 2006 den zügigen Beitritt zur EU an und befindet sich auf einem strikten Reformkurs in Politik und Wirtschaft, wobei der Euro als Landeswährung zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt. In Bulgarien beschleunigte sich der Wirtschaftsaufschwung durch den EU-Beitritt im ersten Halbjahr 2006 um 6,1 %. Dies war auf die Steigerung der Industrieproduktion, die dynamische Bauentwicklung, aber auch auf den für das Land sehr wichtigen Dienstleistungsbereich zurückzuführen. Mit einer Steigerung um 4,1 % lag das Wirtschaftswachstum auch in Ungarn über dem EU-Schnitt, was sowohl an der guten Weltwirtschaftslage als auch am Binnenkonsum lag.
      Überwiegend positiv haben sich auch die internationalen Börsen entwickelt. Die wichtigsten Aktienmärkte zeigten bereits zum vierten Mal in Folge eine beeindruckende Performance mit zweistelligen Kursgewinnen. Bedingt durch die starke Positionierung der österreichischen Unternehmen in der Wachstumsregion Osteuropa zählte die Wiener Börse mit einem Anstieg des ATX um rund 15 % auch im Jahr 2006 wieder zu den absoluten Top-Performern in Europa.